20. toukokuuta 2013
Suomi English Russian

Allgemeines


Der Name der Stadt, die heute rund 29 000 Einwohner zählt, wurde erstmals im Jahre 1541 urkundlich erwähnt. Die an der finnisch-russischen Grenze liegende Stadt wurde 1948 aus drei Industriestandorten gegründet und erhielt 1971 Stadtrecht. Die sich an den See Saimaa schmiegende Stadt ist von dem Fluss Vuoksi und der Grenze geprägt.

Aus drei verstreuten Siedlungsgebieten wuchs über Jahrzehnte eine weitläufige Stadt, die ein Areal von 191,6 km², davon 36,3 km² Wasser, bedeckt. Die größten und wichtigsten Arbeitgeber sind Stora Enso Oyj, die Kommune der Stadt, Ovako Bar Oy Ab und das Grenzschutzamt.

Die Leitung der Stadt obliegt seit 2006 Pertti Lintunen.


Lage

Imatra liegt im Südosten Finnlands, in Südkarelien und gehört somit zur Provinz Südfinnland. Durch die Trennung Kareliens beim Friedensschluss nach dem zweiten Weltkrieg, verläuft die Staatsgrenze zu Russland nur wenige Kilometer östlich von Imatra. Die heute zu Russland gehörende Stadt Svetogorsk, befindet sich nur 7 km von Imatras Stadtzentrum entfernt.

Nach St. Petersburg, Russlands zweitgrößter Stadt, sind es 210 km und nach Helsinki 230 km. Im Westen grenzt Imatra an den See Saimaa, wodurch der Bootsverkehr über den Saimaa- Kanal bis hin zum Finnischen Meerbusen möglicht ist.


Vuoksi

Die Stadt wird von dem Fluss Vuoksi durchflossen. Diese bietet das ganze Jahr hindurch hervorragende Bedingungen für den Fischfang. Selbst Im Winter kann man neben dem Eisangeln auch auf dem offenen Wasser angeln, da die Vuoksi, wegen seiner starken Strömung, nie ganz zufriert.

Um die Vuoksi führen einige von Finnlands schönsten Rad- und Wanderwege. An den Ufern der Vuoksi ist die Beobachtung von vielen verschiedenen Vogelarten möglich. Der Fluss wird von Finnlands größtem See, dem Saimaa gespeist und mündet in Europas größten See, den Ladogasee in Russland.

Stromschnellen

Finnlands bekannteste und älteste Natursehenswürdigkeit, die Stromschnellen haben Imatra zu einem berühmten Ort gemacht und befinden sich im Zentrum der Stadt. Dieses Naturspektakel hat schon vor Jahrhunderten Touristen angelockt. So unternahm die Zarin Katharina II. samt Gefolge 1772 eine Reise nach Imatra und 1876 besuchte Brasiliens Kaiser Pedro II. die Stadt und die Stromschnellen.

Vor dem ersten Weltkrieg waren die Wasserfälle Finnlands beliebtestes Ausflugsziel. Zu dieser Zeit entstand auch das Staatsschloss an den Ufern der Vuoksi.

Die Stromschnellen sind ständig beleuchtet, so dass man sie das ganze Jahr über bewundern kann.

Während des Sommers kann man das Naturspektakel täglich von einer Bogenbrücke oder aus dem 1842 von Nikolai I. errichteten Naturschutzgebiet, dem Kronenpark bestaunen.


Industriestadt

Imatra ist Standort zweier bedeutender Fabriken der holzverarbeitenden Industrie. Kaukopää und Tainionkoski, beide gehören dem Konzern Stora Enso an. Im Stadtzentrum befindet sich das Wasserkraftwerk Imatrankoski. Das Wasserkraftwerk galt bei seiner Fertigstellung und Inbetriebnahme 1929 als Europas größtes Wasserkraftwerk und ist noch heute Finnlands größtes Wasserkraftwerk. Während der Sommermonate ist es mit seinen sieben Turbinen zur Stromerzeugung für Touristen geöffnet.


Grenzstadt

Durch seine Lage hat Imatra auch Bedeutung als internationaler Grenzübergang. Mit der nahe gelegenen Stadt Svetogorsk wird seit Jahren enge Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen betrieben. Imatra und Svetogorsk bilden das einzigste Städtepaar an der Grenze zwischen der EU und Russland.


Weitere Partnerstädte:

Ludvika in Schweden
Salzgitter in Deutschland
Zvolen in der Slowakei
Tichwin in Russland
Szigetvár in Ungarn
Narva-Joesuu in Estland